Dialog: Übers Lesen und Reisen

SOPHIE: Liebe Edda, gibt es eigentlich Bücher, die du immer wieder liest? Ich frage deshalb, weil ich gerade zum wiederholten Male die Reckless-Reihe von Cornelia Funke gelesen habe, also besser gesagt: die Bände eins bis drei. Vor ein paar Wochen habe ich den vierten Band in einem Spielzeugladen entdeckt, mich wahnsinnig darüber gefreut und das Buch sofort gekauft und wie einen Pokal nachhause getragen. Aber ich konnte mich nicht gleich darauf stürzen, weil ich gemerkt habe, dass ich die Handlung im Einzelnen einfach nicht mehr auf die Reihe bekomme. Fantasy ist ja oftmals ziemlich komplex… Als ich den zweiten Band gekauft habe, musste ich den ersten nochmal lesen, beim Kauf des dritten dann eins und zwei, naja, und jetzt eben alle drei. Aber das war keine Qual, sondern ein ausgesprochenes Vergnügen. 

Also, nochmal: Nimmst du dir manche Bücher wieder vor – oder gibt es so viele spannende Neuerscheinungen, dass du dich lieber darauf stürzt? Und hast du auch schon etwas von Cornelia Funke gelesen oder hältst du J.K. Rowling die Treue?

EDDA: Mein Leseverhalten ist am besten als Pie-Chart dargestellt: 50 Prozent sind mir bekannte Bücher jeder Gattung. 50 Prozent sind mir neue Bücher. Von diesen 50 Prozent sind 10 Prozent Belletristik, 10 Prozent Fachliteratur, 20 Prozent Non-Fiktion (Kochbücher, Gartenbücher, coffee table books) und 10 Prozent Comics (wobei eher mehr als 10 Prozent). Es gibt Geschichten, die sind für mich wie ganz alte Freunde und ich habe sie schon ganz oft gelesen (oder gehört) und wie bei alten Freunden freue ich mich trotzdem immer wieder drauf. Total vertraut eben. Diese Bücher gibt es im fiktionalen wie nicht-fiktionalen Bereich. 

Ich mag Cornelia Funke ganz gerne, muss aber sagen, dass keins ihrer Bücher mich in dem Maße erreicht, wie es Harry Potter & Co kann. Aber ich stelle insgesamt fest, dass Fantasy nicht mein allerliebstes Gebiet ist. Ich liebe Tolkien sehr – und höre ansonsten immer mal irgendein Hörbuch, das dann 30+ Stunden Laufzeit hat und irgendwie von Drachen/Thron/Kämpfer/Fee handelt. Eine totale Ausnahme ist Neil Gaiman, der mich sehr berührt. Und Stephen King, von dem ich ganz viel sehr mag. Aber bei Beiden nicht sicher bin, wo die Genre-mäßig hingehören. Ist ja auch nicht so wichtig. 

SOPHIE: Ich kann eigentlich gar nicht genau sagen, wie ich zu Fantasy stehe. So viel aus dem Genre habe ich gar nicht gelesen, aber das wenige fand ich gut. Allerdings mag ich es nicht, wenn sich Fantasy alles erlaubt und Tote wieder zum Leben erweckt werden und so weiter. Vielleicht ist das ein bisschen spießig, aber ich finde, dass auch Fantasy Grenzen braucht.

Ich mag es total, wenn mich Bücher in ihren Bann ziehen, wenn ich in einen Sog gerate. Fantasy schafft es manchmal noch besser, dass ich alles um mich herum vergesse.

Für mich fühlt sich Bücher öfter zu lesen manchmal so an, als würde ich wieder an einen Ort reisen, den ich schon kenne. Kannst du auch mit diesem Bild etwas anfangen? Bei manchen Büchern kann ich mich zum Beispiel genau an die Umstände erinnern, unter denen ich sie das erste Mal in der Hand hatte. Zum Beispiel bei „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“. Das habe ich erstmals gelesen habe, als meine größte Tochter ein Baby war. Während ich gestillt habe, kam ich besonders gut mit dem Buch voran, und manchmal musste ich so doll lachen, dass sie überrascht zu mir aufgeschaut hat. Ich hätte gar nicht erwartet, dass das Buch so witzig ist. 

EDDA: Ja, total. Für mich sind manche Bücher wie ganz alte Freunde. Die „Tales of the City“ von Armistead Maupin lese ich, seit ich ein Teenager bin. Immer wieder! Und bin jedesmal berührt, begeistert und unfassbar unterhalten. Walter Moers mag ich auch sehr, wobei „Die Stadt der träumenden Bücher“ mein all time favourite ist. Das Buch habe ich bestimmt schon zwanzig Mal gelesen und höre es wahrscheinlich ein bis zweimal im Jahr. 

SOPHIE: Ja, „Die Stadt der träumenden Bücher“! Daran habe ich lange nicht gedacht, aber das Buch ist damals bei uns eingeschlagen wie eine Bombe. Ich glaube, meine Tante hat es entdeckt und an uns alle weitergereicht. Das muss ich mir dringend mal wieder vornehmen. So kamen wir überhaupt erst auf „Käpt’n Blaubär“.

EDDA: Ich liebe „Weetzie Bat“ von Francesca Lia Block seit ich ein Kind war und lese es regelmäßig, wenn ich traurig bin. Das gilt auch für die Folgebände. Ich hege eine sehr zarte und lang anhaltende Zuneigung zu den Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert und kann sie streckenweise auswendig. Und dann gibt es die Bücher von Peter Pohl, von denen ich ja hier immer wieder erzähle und an denen in meinem Leben nichts vorbeigeht. Meine Tochter Mimimi ist nach einer Figur aus Birgit Vanderbekes „Das muss man ändern“ benannt. Das Baby heißt wie mein allerliebstes Gartenbuch. Und Beanie heißt wie die Hauptfigur aus meinem ersten Kinderkochbuch. Das sagt über mich als Leser wahrscheinlich sehr viel aus.

SOPHIE: Wir verwenden hier ja keine Klarnamen, aber vielleicht schreibst du mir mal in einer Mail, wie das Baby heißt. Ich glaube, sie ist die Einzige, deren richtigen Namen ich nicht kenne. 

Beim Bücher-immer-wieder-Lesen fällt mir ein: Reist du manchmal an dieselben Orte? Wieder und wieder und wieder? Falls ja, wohin?

EDDA: Ich fahre immer wieder nach New York, Los Angeles und Sylt. Um diese drei Plätze kommt man in meinem Leben nicht herum, denn sie sind mir wichtig. 

SOPHIE: Ich möchte unbedingt auch mal in die USA reisen, Amerika interessiert mich wirklich sehr. Vielleicht, weil es ein Land ist, von dem ich meine, es eigentlich schon zu kennen: aus Büchern, Filmen, Serien. Und dann ist es vielleicht doch ganz anders dort. Ich bin einfach neugierig.

EDDA: Hast Du Dir mal überlegt, dass man dann auch enttäuscht sein könnte? Amerika hat für manche Menschen diese Riesenfaszination und manchmal wird das eingelöst und manchmal denkt man sich vielleicht auch, dass es dreckiger, fieser und verhärteter ist, als man sich das gewünscht hat. Wenn Amerika, wo würdest Du denn gerne mal hin?

SOPHIE: Ich würde gern an die Ostküste fahren – und an die Westküste auch. Aber vielleicht reicht für den Anfang auch einfach „nur“ New York. Das ist schon eine Stadt, die ich unbedingt mal sehen möchte. Hat vielleicht mit diesem New-York-Mythos zu tun. Ich bin eigentlich schon eher so ein Natur-Typ, Landschaft beeindruckt mich, das Meer, die Berge, Wälder, Gletscher, Wasserfälle. Stille, Ruhe, Abgeschiedenheit. Aber ich kann auch dem (Groß-)Stadtrummel total viel abgewinnen. Ich mag London, Paris, Barcelona, aber auch die kleinen Perlen wie Kopenhagen, Salzburg, Krakau. 

Ich fahre übrigens auch gern immer wieder an dieselben Orte. Bei mir lässt sich zwar mein Buchleseverhalten nicht in einem Torten-Diagramm darstellen, dafür aber meine Reisegewohnheiten. Wir fahren vier- bis fünfmal im Jahr weg, meistens in den Frühlings-, Sommer- und Herbstferien und dann noch einmal über Himmelfahrt oder Pfingsten, und zwar unterschiedlich lang und unterschiedlich weit. Mindestens einmal sollte die Ostsee – sehr gern Prerow und/oder Bornholm – dabei vorkommen, sonst fehlt mit etwas. Das entspricht also einem Viertel der Torte. Zwei Viertel (gekürzt: eine Hälfte! – da kann man mal sehen, dass das Home Schooling auch positive Auswirkungen hat) sind für neue Reiseziele vorbehalten, ein Viertel sollte ein Städtetrip sein (auch gern neu). 

Was macht New York, Los Angeles und Sylt so wichtig für dich?

EDDA: Vielleicht ist es wichtig zu sagen, dass das Reiseverhalten der Menschen, die nicht im Heimatland leben, sich von Leuten unterscheiden, die daheim leben. Denn wer im Ausland lebt, verbringt ziemlich viele Urlaubs-Pie-Anteile mit Urlaub daheim. Und da das bei uns zwei Länder sind, waren wir immer viel in Irland und in Deutschland. Und gleichzeitig wird Urlaub im Aufenthaltsland interessanter, weil es da eben immer viel zu entdecken gibt. 

SOPHIE: Das leuchtet mir ein. 

EDDA: Sylt verbinde ich mit meinen Eltern. Denn ich bin als Teenager immer im Winter mit meinen Eltern nach Sylt gefahren und fand das ganz toll. Mit New York verbinde ich, dass mein Vater da eine Weile gearbeitet hat und wir ihn oft da besucht haben. Das war super, weil wir eben da gewohnt haben und nicht wirklich im Urlaub waren. Ich habe mich damals so sehr in die Stadt verliebt, dass ich immer dachte, ich würde da mal leben. Und war dann auch für eine Zeit an der Uni da und habe da gearbeitet. Und mich bis heute nicht entliebt. Los Angeles mag ich, weil es so groß und lebendig ist – aber sehr viel rauer und schneller als New York. Und LA liegt am Meer und hat das bessere Wetter. Ich war schon sehr früh jemand, der gerne Englisch gesprochen hat. Und heute ist es so, dass es Sachen gibt, die ich auf Englisch besser ausdrücken kann. Ich liebe den englischen Sprachraum – bis auf England vielleicht, das ich nicht so gerne mag.  

SOPHIE: Es gibt für mich eine Parallele zwischen Lesen und Reisen. Ein gutes Buch kann einen auch an andere Orte bringen, in andere Zeiten, manchmal sogar in andere Welten. 

Nenn‘ mir mal ein paar Bücher, die dich besonders bewegt haben. Vielleicht landen ja zwei oder drei auf meinem Wunschzettel für Weihnachten. (Lass uns auch demnächst mal über Weihnachten schreiben, ja? Zu Weihnachten haben viele Familien bestimmte Rituale und mich interessieren eure. Außerdem wollte ich wissen, ob deine Kinder an den Weihnachtsmann glauben. Es gibt eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte von Paul Maar – „Der doppelte Weihnachtsmann“ – bei der klar wird, dass es den Weihnachtsmann eigentlich gar nicht gibt, und ich warte von Jahr zu Jahr darauf, sie endlich vorlesen zu können. Es sieht so aus, als ob es diesmal wieder nichts wird. Unsere Kleinste ist jetzt achteinhalb und glaubt noch immer an den Weihnachtsmann.)

EDDA: „Norwegian Wood“ von Haruki Murakami. Das Lustige Taschenbuch „Die Ducks vom Winde verweht“, weil ich ein endloser Donald Duck-Fan bin und es liebe, wenn klassischer Stoff ver-Entenhausen-ed wird. Jeder einzelne Calvin & Hobbes-Comic. „Breath“ von Tim Winton. Ich glaube auch noch an den Weihnachtsmann. Ich glaube, dass der Anfang Dezember kommt und ganz viel Glitter und Magie über allen Häusern auskippt. Meine Kinder haben den Weihnachtsmann nie in Frage gestellt – das mag aber daran liegen, dass der zu uns auch nie gekommen ist. Wir machen keine großen Weihnachtsgeschenke und Kleinigkeiten liegen dann einfach vor der Tür am 25. Dezember morgens. Bei meinen Kindern stelle ich eine große Bereitschaft fest, im Leben Zauber zulassen zu können. So wie es bei mir eben auch ist. 

SOPHIE: Gerade musste ich über deine Worte schmunzeln: „Ich glaube auch noch an den Weihnachtsmann“. Ich merke, dass du für mich noch immer ein Buch mit sieben Siegeln bist (um auch sprachlich beim Thema zu bleiben). Immer, wenn ich meine, ich hätte mir gerade ein vollständiges Bild von dir gemacht, kommt eine überraschende Äußerung und damit eine weitere Nuance dazu. Ich glaube übrigens auch an den Weihnachtsmann. Und an Seelenverwandtschaft und zweite Chancen.

EDDA: Ich glaube nicht an Seelenverwandtschaft, was jetzt niemanden überrascht, richtig? Ich glaube außerdem nicht an die große Liebe, an Gott, an ewiges Leben, an tieferen Sinn und überhaupt nicht an das deutsche Steuersystem. Und für zweite Chancen bin ich wahrscheinlich einfach immer zu schnell umgezogen. I am the real Grinch – nur nicht in Grün und den Pelz rasiere ich ab.

SOPHIE: Und an was glaubt du, wenn ich fragen darf? Und lässt du auch mal Leute näher an dich heran oder hast du damit schlechte Erfahrungen gemacht, real Grinch?

EDDA: Ich glaube an Stunden am Meer, den Geruch von frischem Brot und die Umarmungen meiner Kinder. Ich glaube, dass meine Mama alles kann. Ich glaube an mich und daran, dass das Leben mein Freund ist. Und weil es hier ums Lesen geht: Ich glaube daran, dass Bücher Leben verändern können. Außerdem glaube ich neben dem Weihnachtsmann auch noch an die Zahnfee und den Osterhasen. Den Klapperstorch hingegen gibt es nicht. Ganz sicher! 

SOPHIE: Wenn der Klapperstorch die Babys bringen würde, hätte ich mehr als drei Kinder. Aber das nur nebenbei.

„Die Ducks vom Winde verweht“ muss ich mir merken. Ich lese zwar NIE Comics, aber das klingt gut! Vielleicht ist das etwas für meinen Mann zu Weihnachten.

Was lesen denn deine Kinder gern (außer Harry Potter)? Habt ihr ein Einschlafritual, bei dem Vorlesen eine Rolle spielt? Seitdem unsere Kinder größer sind, lesen wir allen zusammen nur noch phasenweise vor. Mein Mann hat vor ein paar Monaten „Black Beauty“ vorgelesen (wir haben drei pferdebegeisterte Mädchen zuhause) und ich „Karlsson vom Dach“, davor „Ronja Räubertochter“, davor „Krabat“. Der Kleinsten lese ich nebenbei „Das Sams“ vor, wir sind gerade bei Teil 4.

EDDA: Das kommt auf das Buch an. Wir haben mit Beanie „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak gelesen und das hat die Kleineren nicht interessiert. Aber Beanie hört schon noch öfter zu, wenn die Kleinen Bilderbücher vorgelesen bekommen. Alle fanden es toll, das Graphic Novel zum „Tagebuch der Anne Frank“ zu lesen und haben sich entweder die Bilder angeschaut oder eben auch zugehört. Astrid Lindgren hören alle gerne, Ottfried Preußler auch. Alle mögen sehr gerne die Geschichten vom kleinen Nick von Sempe/Goscinny. Lesen ist bei uns auch fester Bestandteil des Einschlafens und wir lesen dann eben auf Deutsch oder Englisch, je nach Buch. 

SOPHIE: Wann und wo liest DU denn? Also nur für dich? Ich schnappe mir meistens abends im Bett noch mein Buch und manchmal lese ich dort auch morgens, nachdem mir mein Mann eine Latte Macchiato gebracht hat. So werde ich nämlich geweckt: mit einem Kaffee direkt ans Bett. (Daran kann man mal wieder merken, was für ein Guter mein Mann ist. Ich sage ihm das viel zu selten, aber vielleicht liest er das hier.) Außerdem lese ich gern, wenn ich vor dem Ballettsaal warte, während meine jüngste Tochter Unterricht hat. 

Weißt du, was mich manchmal vom Lesen abhält? Das Selberschreiben. Geht dir das auch so? Ich schreibe viel lieber als ich lese. Und – unter uns – manchmal frustriert es mich ein bisschen, wenn ich etwas besonders Gutes lese. Dann denke ich: Da komme ich nie hin (NIEMALS!). Und manchmal frustriert es mich auch, wenn ich etwas Schlechtes lese. Dann denke ich: Wie kann es sein, dass das gedruckt wurde – und ich selbst immer nur Absagen bekomme

EDDA: Lange hat mein Job zwischen mir und Büchern gestanden. Weil ich ja immer und vor allem für die Arbeit gelesen habe. Neue Programme, neue Spitzentitel, Konkurrenztitel – da bleibt nicht mehr viel Zeit. Ich höre Hörbücher auf den Fahrten zu Geburten, zur Uni und zum Krankenhaus. Und manchmal habe ich abends kurz Zeit. Und dann, wenn ich mit den Kindern an den Strand gehe und alle beschäftigt sind. Und dann, wenn ich mit den Kindern einen Ausflug mache. Wir gehen nämlich immer irgendwann während eines Ausflugs einen Kakao/Kaffee trinken und dann holen alle Kinder ihre Malsachen aus den Rucksäcken. Und ich sitze dabei und lese. 

SOPHIE: Dass dein Job zwischen dir und den Büchern gestanden hat, kann ich nachvollziehen. Das geht mir manchmal so mit dem Schreiben. Wenn ich den halben Tag an einem Artikel für den Job gearbeitet habe, dann kann es mir auch schwerfallen, nachmittags oder abends noch mal etwas ganz anderes, eigenes zu Papier zu bringen. Kurze Beiträge – ja, das klappt. An einem Buch weiterzuschreiben, fällt mir deutlich schwerer. Um dabei richtig gut voranzukommen, brauche ich Auszeiten.

Ich lese übrigens sehr gern Kinder- und Jugendbücher, also: nicht „vor“, sondern für mich. Erich Kästner zum Beispiel ist mein ganz großes Idol. Er wendet sich ja oft direkt an den Leser, man könnte meinen, dass es ein absolutes No-Go sei, und bei vielen anderen gefällt mir das auch gar nicht, aber bei ihm passt es. Ich sehe ihn vor meinem geistigen Auge, wenn er mich als Leserin anspricht. „Drei Männer im Schnee“ ist so toll und witzig, wobei das ja ein Buch für Erwachsene ist. Ich finde, Erich Kästner fängt diese Zeit so gut ein, auch in „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“ und „Das doppelte Lottchen“.

EDDA: Ich habe ja Germanistik mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendbuchliteratur studiert. Irgendwie ging mir das auch immer so wie Dir. 

SOPHIE: Was ich aus dem Bereich zum Beispiel noch gern mag, ist eine Jugendbuch-Reihe, die von zwei Schülerinnen handelt, die ein englisches Internat besuchen und Mordfälle klären: „Ein Fall für Wells & Wong“. Die haben wir hier alle auf Deutsch und auf Englisch zu stehen. England mag ich übrigens sehr gern und wir haben vor kurzem unseren Sommerurlaub 2022 gebucht. Wir wollen einen Südengland-Trip machen mit Schwerpunkt auf Cornwall. Was ich wirklich LIEBE, sind die englischen Gärten und Parks. Ich könnte Stunden, vielleicht Tag darin verbringen. Wenn ich genauer darüber nachdenke, würde ich dort nicht nur gern herumspazieren, sondern am liebsten mitarbeiten, die englischen Rosen zurechtschneiden, Laub zusammenharken oder in einem Café Scones backen. 

Wo möchtest du gern noch hinreisen?

EDDA: Nach hause. Denn da war ich seit drei Jahren nicht mehr. 

2 Kommentare zu „Dialog: Übers Lesen und Reisen“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s